VfA Treffen im März

naumovic VfA Bayern

Liebe VfA Kolleginnen und Kollegen.

Generalist zu sein, hat so seine Tücken. Wir überblicken nicht nur die Aufgaben, die unsere Bauherrn uns stellen, sondern sehen darin auch einen gesellschaftlichen Auftrag und eine Verantwortung, der wir gerecht werden müssen.

Damit meine ich nicht nur ressourcenschonendes Bauen und Nachhaltigkeit, sondern auch die gesellschaftlichen Aspekte, wie Bauten unser Leben prägen und gestalten. Sowohl der Fortschritt als auch Krisen wirken sich unmittelbar auf die Architektur und damit auf unser Leben aus. Zu jeder Problemstellung haben Architekten meist bessere Antworten, weil sie Generalisten sind. Dies liegt daran, dass sie die rationale, methodisch, naturwissenschaftliche Denkmethode mit dem assoziativen Denken kombinieren können, und dadurch komplexe Fragestellungen in einem iterativen Prozess immer weiter verbessern, selbst wenn sie bereits eine passende Lösung gefunden haben. Die Methode des Entwerfens lehrt uns, dass wir im Unterschied zu einem klassischen Ingenieur nicht mit der ersten Lösung, die wir finden, zufrieden sind, sondern die „Perspektive“ wechseln, um zu noch besseren Lösungen zu gelangen. Da wir unsere Dienstleistung jedoch erst verkaufen müssen, um sie im Nachgang zu erbringen, spielen auch betriebswirtschaftliche Aspekte in unserem Beruf oft eine entscheidende Rolle. Je nachdem, wie gut uns Auftraggeber finanziell ausstatten, haben wir viel oder wenig Zeit zu optimieren, was Folgen für das Ergebnis haben kann. So leben wir einen permanenten Spagat zwischen eigenen Anspruch, gesellschaftlicher Auftrag und Aufgabenerledigung gegenüber unseren Kunden.

Am Montag, den 29. März sprechen wir ab 19 Uhr in unserer nächsten Veranstaltung über dieses Thema. Ich freue mich auf zahlreiches Erscheinen und wünsche allen, die es zeitlich nicht schaffen, schon jetzt frohe Ostern.

Beste Grüße

Norbert Englhardt